Zum Weltkatzentag macht der Tierschutzverein Augsburg erneut auf die angespannte Lage bei den Katzen im Stadtgebiet und im Umland aufmerksam. Aktuell ist das Tierheim wieder sehr voll: Jede Woche werden zwischen zwei und fünf Fundkatzen aufgenommen, darunter auch immer wieder trächtige Tiere – alle unkastriert. Hinzu kommen zahlreiche Anfragen zur Abgabe von Katzen, was sich nach Einschätzung des Vereins auch mit dem Ferienbeginn und dem Start der Sommerferien weiter verstärkt.
„Die Situation ist seit Wochen und Monaten sehr belastend. Wir nehmen viele Fundkatzen auf, oft in schlechtem Zustand, und die Zahl der Tiere, die unkastriert draußen unterwegs sind, ist weiterhin viel zu hoch“, sagt der Vorsitzende des Tierschutzvereins Augsburg, Heinz Paula.
Der Tierschutzverein Augsburg appelliert daher erneut eindringlich an die Kommunen, endlich wirksame Maßnahmen zum Katzenschutz zu ergreifen. Aus Sicht des Vereins ist eine Katzenschutzverordnung ein dringend notwendiger Schritt, um das Leid freilebender und herrenloser Katzen zu verringern und unkontrollierte Vermehrung einzudämmen.
Paula weiter: „Wir brauchen jetzt verbindliche Regelungen, damit sich diese Situation nicht weiter zuspitzt. Katzenschutzverordnungen sind ein wirksames Instrument – und Kommunen können sie selbst erlassen“.
Der Verein begrüßt deshalb ausdrücklich auch die Petition „Bayernweite Katzenschutzverordnung“, die im nächsten Umweltausschuss des Bayerischen Landtags behandelt werden soll. Aus Sicht des Tierschutzvereins ist sie ein wichtiges Signal, um den Tierschutz in Bayern nachhaltig zu stärken und einheitliche Standards zu schaffen.
„Wir hoffen sehr, dass die Politik die Dringlichkeit erkennt. Jede unkastrierte Freigängerkatze trägt dazu bei, dass sich das Problem weiter verschärft. Deshalb brauchen wir jetzt konsequentes Handeln – auf Landesebene genauso wie in den Kommunen vor Ort“, so Paula weiter.
Der Tierschutzverein Augsburg ruft alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter dazu auf, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Nur so lasse sich das Katzenelend langfristig wirksam reduzieren.